Samstagabend. Ein Blick aufs Handy – und mein Konto ist weg. Gehackt. Was folgte, war eine Woche, die mich jeden Nerv gekostet hat: Das Werbekonto wurde geplündert, mehrfach vierstellige Beträge, am Ende eine fünfstellige Summe. Kreditkarte sperren, Bezahldienst sperren, und in den eigenen Account komme ich nicht mehr rein.

Das wirklich Zermürbende: Du erreichst keinen einzigen Menschen. Du redest tagelang gegen einen Bot, der dich im Kreis führt. Von Samstag bis Mittwoch. Kopfschmerzen ohne Ende, null Puffer in einer randvollen Woche. Cybersicherheit war nie mein Gebiet. Ich war am Limit.

Am Mittwoch drehte sich das Blatt. Ich kam wieder rein, konnte das Geld zurückfordern, und plötzlich meldeten sich Menschen mit richtig guten Lösungen. Ich bin mit einem blauen Auge davongekommen – und bin heute sogar dankbar dafür. Warum, hat mit einer Technik aus dem Ring zu tun.

Der Trick, der im Kampf fast immer funktioniert

Wenn ich einen Treffer ins Gesicht lande, wandert die Deckung des Gegners fast immer sofort nach oben – genau an die Stelle, wo es wehgetan hat. Da gehe ich dann drauf ein. Ich verstärke sein Gefühl, dass oben die Gefahr lauert, und während er sein Gesicht zuhält, kommt der Tritt auf die Beine.

Das funktioniert, weil wir Menschen immer wieder denselben Fehler machen: Wir reagieren zu spät. Erst nach dem Schlag. Und genau so war es bei mir. Erst nach der Attacke habe ich meine Sicherheit ernsthaft hochgezogen – Sicherheitsschlüssel, zusätzliche Schutzebenen, alles, was ich vorher „irgendwann“ machen wollte.

Wäre das erst in ein oder zwei Jahren passiert, hätte der Schaden ein Vielfaches sein können. Man ist hinterher immer ein bisschen schlauer. Die Frage ist nur, zu welchem Preis.

Die Abkürzung, die den Schmerz spart

Du musst diesen Weg nicht über den Schmerz gehen. Es gibt eine Abkürzung: auf Menschen hören, die in ihrem Bereich wirklich Erfahrung haben. Bei mir ist das die Sicherheit – ein Jahrzehnt als Türsteher, in Sicherheitsdiensten, in Stadien, als Personenschützer und Einsatzleiter. Und als Schulleiter mit vielen Schülern, die schlimme Dinge durchgemacht haben.

Ich sage dir aus Erfahrung: Wer einmal echte Gewalt erlebt hat, ist danach nie wieder ganz der Gleiche. Da wieder herauszukommen ist unglaublich schwer. Deshalb ergibt es so viel Sinn, Sicherheit aufzubauen, bevor etwas passiert – nicht erst hinterher.

Prinzipien statt Techniken

Techniken vergisst du im Stress. Ein Prinzip bleibt und trägt dich durch jede Situation. Deshalb baue ich Sicherheit auf fünf Säulen auf:

  • Die Entscheidung, kein Opfer mehr zu sein – Sicherheit fängt im Kopf an.
  • Situative Achtsamkeit, damit du eine Gefahr bemerkst, bevor sie bei dir ankommt.
  • Präsenz und Körpersprache – dein stiller Bodyguard, ganz ohne einen Handgriff.
  • Ruhe unter Druck, damit du klar bleibst, wenn andere längst ausrasten.
  • Der Notfallplan, weil der, der vorher denkt, im Ernstfall handelt.

Alle fünf Säulen habe ich in einem kompakten Guide zusammengefasst – mit Übungen, die du sofort machen kannst. Du bekommst ihn gratis, wenn du dich für den Sonntagsbrief einträgst. Vertiefung: Sicherheit ist eine Entscheidung und Der Notfallplan in drei Schritten.

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus meinem Sonntagsbrief. Die ganze Geschichte – und jede Woche eine neue – bekommen nur die Leserinnen und Leser des Newsletters.

Bau deine Sicherheit auf, bevor der Schlag kommt.

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